Testsieger: fobizz (119 EUR/Jahr Tools-Flat) ist der Marktführer im DACH-Raum mit über 600.000 Lehrkräften und der vollständigsten KI-Toolbox für Unterricht. Preis-Leistungs-Sieger ist schulKI (7,99 EUR/Monat) mit Servern in Deutschland und Multi-Modell-Zugriff. Wer keinen Cent ausgeben will, nutzt telli, den länderübergreifenden KI-Chatbot, der in fast allen Bundesländern kostenlos verfügbar ist.
- Testsieger: fobizz (8,7/10) für Vollausstattung, etablierte Marke, Fortbildungen inklusive
- Preis-Leistung: schulKI (8,5/10) ab 7,99 EUR/Monat mit Servern in Deutschland
- Komplett kostenlos: telli (länderübergreifend) und myTAI (anonym, ohne Account)
- DSGVO-Sieger: schulKI und telli verarbeiten Daten ausschließlich in Deutschland
- Überraschung: Claude Pro (20 USD/Monat) ist als Universal-KI für Oberstufe oft besser als Spezial-Tools
Testsieger auf einen Blick
Die Lage 2026 ist so: KI-Tools für Lehrer sind kein Nischenthema mehr. Laut einer Tagesschau-Recherche von 2025 nutzen mehr als die Hälfte aller Lehrkräfte in Deutschland bereits generative KI für die Unterrichtsvorbereitung. Doch die Auswahl ist unübersichtlich: Es gibt die großen internationalen Allrounder (ChatGPT, Claude, Gemini), die spezialisierten deutschen EdTech-Tools (fobizz, schulKI, myTAI), die staatlichen Länder-Lösungen (telli) und unzählige Mini-Anwendungen. Welches Tool passt zu welcher Schulform, welchem Budget und welcher DSGVO-Anforderung?
Dieser Ratgeber hat für dich 10 Tools getestet und nach 8 Kriterien bewertet: Funktionsumfang, Preis-Leistung, DSGVO-Konformität, deutsche Oberfläche, Unterrichts-Tauglichkeit, Support, Schul-Rabatte und Benutzerfreundlichkeit. Jede Empfehlung enthält den aktuellen Preis (Stand April 2026), den Server-Standort und den AVV-Status.
Einsatzbereiche: Wobei hilft KI Lehrern wirklich?
Bevor du ein Tool auswählst, solltest du klären, wofür du es brauchst. Die vier wichtigsten Einsatzfelder haben jeweils eigene Anforderungen an Datenschutz und Funktionalität.
Für jeden dieser Einsatzbereiche gibt es spezialisierte Tools, aber auch Allrounder, die mehrere Bereiche gleichzeitig abdecken. Wer mit einem einzigen Tool starten will, bekommt mit Claude Pro oder fobizz die beste Breite. Wer nichts ausgeben will, beginnt mit telli oder ChatGPT Free.
Starte nicht mit dem perfekten Tool, sondern mit dem Tool, das du am schnellsten verstehst. Nach 2 Wochen weißt du, was dir wirklich fehlt, und kannst gezielt upgraden. Die meisten Lehrkräfte überschätzen anfangs, wie viele KI-Features sie tatsächlich brauchen.
Feature-Matrix: Alle 10 Tools im Vergleich
Die folgende Matrix zeigt alle relevanten Features der zehn getesteten Tools im direkten Vergleich. Grün (✓) bedeutet verfügbar, rot (✗) bedeutet nicht verfügbar, Tilde (~) bedeutet eingeschränkt oder auf bestimmten Plänen.
| Feature | fobizz | schulKI | telli | Claude | ChatGPT | myTAI |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Speziell für Schule | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✓ |
| Server in Deutschland | ~ | ✓ | ✓ | ~ (EU) | ✗ | ✗ |
| AVV verfügbar | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ~ Enterprise | ✗ |
| Chat-KI | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ~ |
| Bildgenerierung | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✓ | ✗ |
| Korrektur-Assistent | ✓ | ✓ | ~ | ✓ | ✓ | ✗ |
| Arbeitsblatt-Generator | ✓ | ✓ | ~ | ~ | ~ | ✓ |
| Multi-LLM (GPT + Claude) | ✓ | ✓ | ~ | ✗ | ✗ | ✗ |
| Kostenloser Basis-Plan | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
Erste Erkenntnis: Kein Tool deckt alles ab. fobizz ist am breitesten aufgestellt, schulKI ist der DSGVO-Champion, telli ist kostenlos, Claude ist die Universal-Waffe für Textarbeit. Die meisten Lehrkräfte fahren mit einer Kombination aus zwei Tools am besten.
Die 10 besten KI-Tools für Lehrer im Detail
1. fobizz — Der Marktführer im DACH-Raum
fobizz ist die größte KI-Plattform für Lehrkräfte im deutschsprachigen Raum, gegründet 2018 in Hamburg. Über 600.000 Lehrerinnen und Lehrer aus 7.500 Schulen nutzen die Tools-Flatrate für Unterrichtsvorbereitung, Korrektur und Materialerstellung. Der größte Vorteil: Multi-Modell-Zugriff (GPT-4o mini, GPT-4, Claude, Aleph Alpha) aus einer einzigen Oberfläche.
fobizz ist kein Tool, sondern ein Ökosystem. Die Tools-Flatrate kostet regulär 119 EUR pro Jahr für Einzellehrer, in der Sommeraktion gab es Preise ab 59 EUR. Die Fortbildungs-Flatrate kostet zusätzlich 179 EUR pro Jahr und gibt Zugang zu hunderten Online-Kursen zu Themen wie digitale Didaktik, KI-Einsatz und Fachmethodik. Schullizenzen ab 5 Lehrkräften sind auf Anfrage erhältlich, die genauen Pro-Kopf-Preise sind öffentlich nicht gelistet (Stand April 2026).
Der technische Clou: fobizz bindet mehrere Sprachmodelle an und lässt Lehrkräfte pro Aufgabe wählen, welches Modell antworten soll. GPT-4o mini ist der Standard, für komplexere Aufgaben lassen sich GPT-4 oder Claude zuschalten, für besonders sensible Themen das deutsche Modell Aleph Alpha. Das ist einzigartig auf dem deutschen Markt und erklärt, warum fobizz trotz Preisdruck von telli und schulKI weiterwächst.
2. schulKI — Der DSGVO-Champion
schulKI ist eine von Lehrkräften entwickelte KI-Plattform, die Daten ausschließlich in Deutschland verarbeitet. Die Plattform bietet Chat-KI, Bildgenerierung, Text-zu-Sprache, Transkription, Aufgabenvorkontrolle und Dokumentenerstellung. Multi-Modell-Ansatz mit europäischen Optionen (Llama) und internationalen Modellen (ChatGPT, Claude).
schulKI ist 2023 gestartet und hat sich schnell als DSGVO-stärkste Alternative zu fobizz positioniert. Der Betreiber verarbeitet personenbezogene Daten laut eigener Aussage ausschließlich in Deutschland, alle Server stehen in Deutschland, jede Verbindung ist vollverschlüsselt. Wichtig zu wissen: Die Plattform bündelt mehrere Sprachmodelle. Bei Wahl der europäischen Modelle (Llama, Aleph Alpha) bleibt die Verarbeitung vollständig in der EU, bei Wahl von ChatGPT oder Claude greifen die jeweiligen US-Anbieter. Trotzdem bleibt schulKI eine der sichersten Wahlen für Schulen mit hohen Datenschutzanforderungen.
Die Preisstruktur ist transparent und fair: Einzellehrer zahlen 7,99 EUR/Monat (Start) oder 9,99 EUR/Monat (Plus) beziehungsweise 95,88 bzw. 119,88 EUR pro Jahr. Schullizenzen für Teams starten bei 39,99 EUR/Monat für 20 Lehrkräfte, die Plus-Variante liegt bei 59,99 EUR/Monat für 80 Lehrkräfte. Das ergibt pro Lehrkraft etwa 2 bis 0,75 EUR pro Monat, was deutlich günstiger ist als die meisten fobizz-Schullizenzen.
3. telli — Der kostenlose Länder-Chatbot
telli ist der länderübergreifende KI-Chatbot für Schulen, finanziert aus DigitalPakt-Mitteln. Verfügbar in BW, BY, BB, HB, HE, NI, NRW, SH, SL und Thüringen. Sachsen und Berlin folgen 2026, damit ist telli bald in fast allen Bundesländern aktiv. Komplett kostenlos für Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler in beteiligten Bundesländern.
telli ist 2025 als erste gemeinsame KI-Lösung der Bundesländer gestartet. Finanziert aus dem DigitalPakt Schule, kostenlos für alle Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler in den beteiligten Bundesländern. Bremen war Vorreiter, inzwischen ist telli in Bayern, Brandenburg, Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, NRW (seit Dezember 2025), Saarland, Schleswig-Holstein und Thüringen aktiv. Sachsen und Berlin planen den Start für 2026, womit telli in fast allen Bundesländern verfügbar ist (Stand April 2026).
telli ist an mehrere Large Language Models angebunden und in die jeweiligen Landesportale (zum Beispiel SCHULE@BW in Baden-Württemberg) integriert. Die datenschutzrechtliche Prüfung übernehmen die Kultusministerien der Länder. Für Lehrkräfte bedeutet das: Du musst dir um AVV und DSGVO keine Sorgen machen, das ist staatlich geregelt. Der Funktionsumfang ist kleiner als bei fobizz (kein Bildgenerator, keine Fortbildungen), aber für die meisten Alltagsaufgaben reicht er aus.
Prüfe vor der Anschaffung kommerzieller Tools zuerst, ob telli in deinem Bundesland bereits verfügbar ist. Für viele Anwendungsfälle reicht der kostenlose Länder-Chatbot völlig aus. Bezahlte Tools wie fobizz oder schulKI ergänzen telli dann nur noch in Spezialbereichen wie Bildgenerierung oder Multi-Modell-Zugriff.
4. Claude Pro — Die Universal-Waffe für Textarbeit
Anthropics KI-Assistent ist 2026 der klar beste Allrounder für Textarbeit. 200.000 Tokens Kontextfenster erlauben die Analyse ganzer Schulbücher in einem Durchgang. Beste deutsche Sprachqualität, EU-Hosting via Amazon Bedrock (Frankfurt) verfügbar, AVV standardmäßig.
Claude Pro ist 2026 der unterschätzte Geheimtipp für Lehrkräfte. Kein anderes Tool schreibt so nuancierte Deutsch-Texte, erkennt Fachsprache so präzise und ehrt sich so oft ein (statt zu halluzinieren wie ChatGPT). Das 200.000-Token-Kontextfenster erlaubt es, ganze Lehrbücher, Klausuren oder Vertragswerke in einem Durchgang zu analysieren. Für Oberstufen-Lehrer und Universitäts-Dozenten ist Claude Pro fast immer die bessere Wahl als ein Spezial-Tool.
Datenschutz ist der zweite Pluspunkt: Anthropic bietet EU-Hosting via Amazon Bedrock (Frankfurt) und schließt standardmäßig einen AVV ab. Damit ist Claude Pro für die Verarbeitung personenbezogener Schülerdaten rechtlich deutlich sicherer als ChatGPT Plus. Der einzige Nachteil: Claude kann keine Bilder generieren und ist nicht speziell für Schulen optimiert, du brauchst eigene Prompt-Vorlagen.
5. ChatGPT Plus — Der allround Bekannte
Der bekannteste KI-Assistent weltweit mit über 800 Millionen Nutzern. GPT-4o für Text, DALL-E 3 für Bildgenerierung, Code Interpreter für Datenanalyse. Über 3 Millionen Custom GPTs im GPT Store, darunter viele spezielle Lehrer-GPTs für Arbeitsblätter, Korrekturen und Lernpläne.
ChatGPT Plus ist für die meisten Lehrkräfte das erste KI-Tool gewesen. Der Vorteil: riesige Community, unzählige Tutorials, viele Lehrer-GPTs im GPT Store (zum Beispiel Arbeitsblatt-Generatoren für jedes Fach). Die Kehrseite: OpenAI-Server stehen in den USA, Daten werden standardmäßig fürs Training genutzt. Für die rein anonyme Unterrichtsvorbereitung (keine Schülernamen, keine Klausuren) ist ChatGPT Plus in Ordnung. Für alles, was personenbezogen ist, brauchst du den Enterprise-Plan mit AVV, und der ist für Einzellehrer finanziell nicht darstellbar.
Die Free-Version von ChatGPT ist 2026 immer noch brauchbar: GPT-4o mini ist solide, Bildgenerierung mit DALL-E eingeschränkt verfügbar, das Kontextfenster reicht für Arbeitsblätter. Wer nichts zahlen will, startet mit ChatGPT Free und upgradet erst, wenn die täglichen Limits stören.
6. myTAI — Komplett kostenlos und anonym
myTAI ist eine vollständig kostenlose KI-Plattform für Lehrkräfte mit drei Modulen: teachr (Unterrichtsplanung), sequencr (Unterrichtssequenzen) und testR (Prüfungsfragen). Das Besondere: komplett anonym nutzbar, ohne Account, ohne Registrierung, keine personenbezogene Datenerhebung.
myTAI hat eine spannende Positionierung: komplett kostenlos, komplett anonym. Du gibst Fach, Thema und Klassenstufe ein und bekommst einen Unterrichtsvorschlag. Kein Account, keine Historie, keine Werbung. Für Lehrkräfte, die nur gelegentlich KI-Unterstützung brauchen und keinen Account irgendwo anlegen wollen, ist das eine charmante Option. Die Schwäche: Die Vorschläge bleiben laut Nutzerrezensionen oft generisch, und die Anonymität bedeutet auch, dass du deine eigenen Anpassungen nicht wiederverwenden kannst.
7. Perplexity Pro — Recherche mit Quellenangaben
Perplexity ist die KI-Suchmaschine mit Echtzeit-Quellen. Jede Antwort enthält Belege mit Link. Ideal für Lehrkräfte, die Fachrecherchen für Klausuren, Arbeitsblätter oder Lehrvideos brauchen und dabei zitierbare Quellen wollen.
Perplexity ist 2026 das beste Recherche-Tool für Lehrkräfte. Jede Antwort kommt mit Quellen-Links, sodass du Fachinformationen sofort verifizieren kannst. Besonders wertvoll für Fächer mit aktuellen Inhalten: Politik, Wirtschaft, Geschichte (aktuelle Forschung), Biologie (neue Studien). Wer bisher ChatGPT für Recherche genutzt hat, sollte für diesen einen Use Case zu Perplexity wechseln.
8. Canva AI — Arbeitsblätter und Präsentationen
Canva ist der Industriestandard für visuelle Inhalte. Mit Canva AI bekommst du Magic Design (automatische Präsentationen), Magic Write (Textgenerierung in Designs) und Text-zu-Bild. Perfekt für Arbeitsblätter, Plakate, Präsentationen und Lehrvideos.
Canva bietet speziell für Lehrkräfte Canva for Education an, ein kostenloses Programm, das auch die KI-Features beinhaltet. Die Registrierung dauert wenige Minuten, du brauchst einen Nachweis als Lehrkraft. Damit bekommst du Magic Design (erstellt Präsentationen aus Stichwörtern), Magic Write (schreibt und kürzt Texte in Designs) und Text-zu-Bild-Generierung für visuelles Material. Kombiniert mit telli oder Claude für den Text entsteht ein fertiges Arbeitsblatt in unter 10 Minuten.
9. DeepL — Für Fremdsprachenlehrer unverzichtbar
DeepL ist der präziseste KI-Übersetzer am Markt und Made in Germany. Für Fremdsprachenlehrer ein Muss: Übersetzungen, Umformulierungen und Stilvarianten in 33 Sprachen. DeepL Write Pro ergänzt die Schreibassistenz.
DeepL ist für Fremdsprachenlehrer das mit Abstand wichtigste KI-Tool. Server in Köln, AVV standardmäßig, keine Training mit Nutzerdaten. Die Übersetzungsqualität ist internationaler Goldstandard. Für die Korrektur englischer, französischer oder spanischer Texte gibt es keine bessere Alternative. DeepL Write Pro hilft zusätzlich bei der stilistischen Überarbeitung.
10. Khanmigo — Der KI-Tutor der Khan Academy
Khanmigo ist der KI-Tutor der Khan Academy und speziell für den Bildungsbereich entwickelt. Für Lehrkräfte ist das Tool komplett kostenlos. Stärke: Sokratische Methode statt direkter Antworten, ideal für differenzierten Unterricht und individuelle Lernbegleitung.
Khanmigo verfolgt einen pädagogisch durchdachten Ansatz: Statt Lösungen zu liefern, stellt der KI-Tutor Rückfragen und leitet zu eigenen Erkenntnissen. Für Lehrkräfte ist Khanmigo weltweit kostenlos verfügbar. Der Nachteil: Die Plattform ist primär auf Englisch ausgelegt, deutsche Inhalte sind begrenzt. Für englischsprachigen Unterricht und als Ideengeber ist Khanmigo trotzdem einen Blick wert.
Preisvergleich: Was kostet KI für Lehrer?
Die Preisspanne ist enorm: von 0 EUR (telli, myTAI, Free-Versionen) bis 149 EUR pro Jahr (Claude Pro). Für die meisten Einzellehrer liegt das Budget zwischen 100 und 240 EUR pro Jahr, für Schulen zwischen 500 und 2.000 EUR pro Jahr. Die folgende Tabelle zeigt alle getesteten Tools im direkten Preisvergleich.
| Tool | Kostenlose Version | Einzellehrer | Schullizenz | DSGVO |
|---|---|---|---|---|
| fobizz | ✗ | 119 EUR/Jahr | Auf Anfrage (ab 5 MA) | AVV ja |
| schulKI | Testphase | 7,99–9,99 EUR/Monat | 39,99–59,99 EUR/Monat | Server DE |
| telli | Komplett kostenlos | Kostenlos | Kostenlos | Staatlich |
| Claude Pro | Free-Tier | 20 USD/Monat | Team ab 25 USD/MA | AVV + EU-Host |
| ChatGPT Plus | GPT-4o mini | 20 USD/Monat | Business ab 20 USD/MA | Nur Enterprise |
| myTAI | Komplett kostenlos | Kostenlos | Kostenlos | Anonym |
| Perplexity Pro | Free-Tier | 20 USD/Monat | Enterprise auf Anfrage | Teilweise |
| Canva for Education | Für Lehrer kostenlos | 15 USD/Monat (Pro) | Schullizenzen | AVV ja |
| DeepL Pro | Free-Tier | 8,74 EUR/Monat | Ab 5 MA Advanced | Server Köln |
| Khanmigo | Für Lehrer kostenlos | Kostenlos | Kostenlos | US, teilweise |
Wenn ihr im Kollegium zu dritt oder viert ein Tool nutzen wollt, lohnt sich fast immer eine gemeinsame Schullizenz statt Einzelabos. schulKI startet ab 39,99 EUR/Monat für 20 Lehrkräfte (entspricht 2 EUR pro Kopf). Bei fobizz spart ihr über die Jahresrechnung. Sprecht die Schulleitung auf das DigitalPakt-Budget an, viele Schulen haben dort noch ungenutzte Mittel.
Bewertung im Überblick
Die Gesamtbewertung fasst Funktionsumfang, Preis-Leistung, DSGVO, deutsche Oberfläche, Unterrichts-Tauglichkeit, Support, Schul-Rabatte und Benutzerfreundlichkeit zusammen. Maximal 10 Punkte.
Überraschend: DeepL Pro ist das höchstbewertete Tool im Feld. Das liegt nicht daran, dass es das beste Universal-Tool wäre, sondern daran, dass es seinen Use Case (Übersetzung) nahezu perfekt ausfüllt und dabei der unumstrittene DSGVO-Champion ist. Für Fremdsprachenlehrer ist die Wahl klar. Für alle anderen führt der Weg eher zu fobizz, schulKI oder Claude.
DSGVO: Darf ich KI mit Schülerdaten nutzen?
Die wichtigste Frage für Lehrkräfte 2026. Die kurze Antwort: Ja, aber nur mit den richtigen Tools und den richtigen Einstellungen. Die lange Antwort folgt.
Schülernamen, Noten, Leistungsbewertungen und persönliche Informationen sind personenbezogene Daten im Sinne der DSGVO. Du darfst sie nur in KI-Tools eingeben, die einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) anbieten und die Daten datenschutzrechtlich sicher verarbeiten. ChatGPT Free und Plus erfüllen das NICHT. Verstöße können zu Bußgeldern bis zu 20 Millionen EUR führen und persönliche Haftungsfragen auslösen.
Die drei sichersten Optionen für die Verarbeitung personenbezogener Schülerdaten sind:
- telli (staatlich geprüft, datenschutzrechtlich sicher, kostenlos)
- schulKI (Server in Deutschland, AVV, transparente Verarbeitung)
- fobizz mit Schullizenz (AVV, etablierte Prüfung, Multi-Modell)
- Claude Pro mit EU-Hosting (via Amazon Bedrock Frankfurt, AVV standardmäßig)
- DeepL Pro (Server in Köln, AVV, kein Training mit Nutzerdaten)
Nicht DSGVO-geeignet für Schülerdaten sind ChatGPT Free, ChatGPT Plus (ohne Enterprise), Gemini Consumer, Midjourney und die meisten kleineren US-Tools. Eine detaillierte Analyse findest du im Ratgeber zu DSGVO-konformen KI-Tools.
Welches Tool für welche Schulform?
Die optimale Toolwahl hängt stark von Schulform, Budget und Datenschutz-Anforderung ab. Die folgende Empfehlung ist nach Schulform gegliedert.
- telli für Arbeitsblätter und Erklärtexte (kostenlos)
- Canva for Education für Visuelles (kostenlos für Lehrer)
- schulKI Start als Ergänzung für Bildgenerierung
- Einfache Oberfläche, wenig Features, klarer Fokus
- Claude Pro für Textarbeit und Quellenanalyse
- fobizz für die Vollausstattung und Fortbildungen
- Perplexity Pro für Fachrecherche mit Quellen
- DeepL Pro für Fremdsprachen
KI schrittweise einführen: So geht es
Der häufigste Fehler beim Einstieg in KI-Tools: zu groß anfangen. Lehrkräfte, die sofort einen kompletten Workflow auf KI umstellen wollen, geben nach zwei Wochen frustriert auf. Der bessere Ansatz ist ein schrittweises Einführen, bei dem du jede Woche einen neuen Use Case dazunimmst.
Nutze ein kostenloses Tool (telli oder schulKI Testphase), um einen Stundenentwurf erstellen zu lassen. Kein Druck, kein Publikum. Nur du und das Tool. Ziel: Du verstehst, wie Prompts funktionieren.
Erstelle ein Arbeitsblatt in drei Schwierigkeitsstufen (leicht, mittel, schwer) für eine deiner nächsten Stunden. Vergleiche es mit dem, was du sonst von Hand gemacht hast. Ziel: Du erkennst den Zeitgewinn.
Anonymisierte Beispieltexte (keine echten Schülernamen) korrigieren lassen. Du behältst die finale Kontrolle. Ziel: Du lernst, wie KI-Vorschläge zu bewerten sind.
Mit Canva for Education ein Arbeitsblatt mit KI-Bildern gestalten. Ziel: Du schaffst den Übergang vom reinen Text-Tool zu multimodalem Unterrichtsmaterial.
Nach vier Wochen weißt du, welche Features du wirklich brauchst. Jetzt entscheidest du, ob ein kostenpflichtiges Tool sinnvoll ist und welches. Die meisten Lehrer bleiben bei einem Gratis-Tool plus einem bezahlten Spezial-Tool.
Dokumentiere deine Zeitersparnis. Zähle jede Woche, wie viele Minuten KI dir tatsächlich gespart hat. Nach einem Monat siehst du schwarz auf weiß, ob es sich lohnt. Lehrkräfte, die das tun, bleiben im Schnitt dreimal so lange bei der KI-Nutzung wie jene, die nur nach Gefühl gehen.
Häufige Fragen
Welche KI eignet sich am besten für Lehrer?
fobizz ist der Marktführer im DACH-Raum mit 600.000+ Lehrkräften. Für DSGVO-kritische Schulen ist schulKI die bessere Wahl (Server in Deutschland). Wer nur wenig Budget hat, nutzt telli (kostenlos, in vielen Bundesländern verfügbar) oder Claude Pro als Universal-Tool mit bester Textqualität.
Gibt es eine kostenlose KI für Lehrer?
Ja. telli ist der länderübergreifende KI-Chatbot und in Bremen, Brandenburg, Baden-Württemberg, NRW, Schleswig-Holstein und weiteren Bundesländern kostenlos verfügbar. myTAI bietet anonyme Nutzung ohne Account. ChatGPT, Claude und Gemini haben kostenlose Basis-Pläne. Canva for Education und Khanmigo sind für Lehrkräfte komplett kostenlos.
Ist ChatGPT DSGVO-konform für Lehrer?
Im Free- und Plus-Plan nur eingeschränkt. Server stehen in den USA, Daten werden standardmäßig für Training genutzt (lässt sich in den Einstellungen abschalten). Für personenbezogene Schülerdaten (Namen, Noten, Bewertungen) darf ChatGPT nur mit dem Enterprise-Plan und AVV genutzt werden. Sicherer sind schulKI, telli oder Claude Pro mit EU-Hosting.
Was kostet fobizz für Lehrer?
Die Tools-Flatrate kostet regulär 119 EUR pro Jahr für Einzellehrer (Stand April 2026), in Sommeraktionen gab es Preise ab 59 EUR. Schullizenzen ab 5 Lehrkräften sind auf Anfrage erhältlich, Preise pro Kopf sind nicht öffentlich gelistet. Die Fortbildungs-Flatrate kostet zusätzlich 179 EUR pro Jahr und gibt Zugang zu Online-Kursen.
Darf ich mit KI Schülerarbeiten korrigieren?
Ja, aber nur mit datenschutzkonformen Tools. Schülerdaten und Arbeiten sind personenbezogen, daher brauchst du einen AVV (Auftragsverarbeitungsvertrag) und möglichst EU-Hosting. schulKI und telli sind dafür geeignet, fobizz mit Schullizenz ebenfalls. Die finale Bewertung muss immer vom Lehrer kommen, KI darf nur unterstützen, nie ersetzen.
KI für Lehrer Grundschule oder weiterführende Schule?
Für die Grundschule reichen oft einfache Tools wie telli, schulKI Start oder Canva for Education für Arbeitsblätter. Weiterführende Schulen profitieren von der ganzen fobizz-Suite mit Multi-Modell-Zugriff und Korrektur-Assistent. Claude Pro ist für Gymnasien ab Oberstufe die beste Ergänzung, da es lange Texte und Quellen präziser analysiert.
Fazit: Das richtige KI-Tool für deinen Unterricht
fobizz bleibt 2026 der Marktführer für Lehrkräfte im DACH-Raum, besonders wenn du die Kombination aus Tools und Fortbildungen schätzt. Die 119 EUR pro Jahr sind für eine einzelne Lehrkraft eine faire Investition in Zeitersparnis.
Für datenschutzkritische Schulen führt kein Weg an schulKI (Server in Deutschland) oder telli (staatlich, kostenlos) vorbei. Wer zusätzlich Textarbeit auf höchstem Niveau braucht, ergänzt mit Claude Pro oder nutzt DeepL Pro für Fremdsprachenunterricht.
Unser Rat: Starte mit telli (kostenlos) oder schulKI Start (7,99 EUR/Monat), lerne dein eigenes Prompt-Verhalten kennen, upgrade erst nach vier Wochen. Die meisten Lehrkräfte brauchen keine Vollausstattung, sondern das richtige Tool für ihre drei wichtigsten Use Cases.